Biografie
Annabelle Mandeng ist eine deutsche autodidaktische Künstlerin mit kamerunischen Wurzeln. Ihr künstlerisches Werk ist ein Spiegel ihrer eigenen Erfahrungen als Schwarze Frau in einer überwiegend weißen Gesellschaft.
Die Porträts zeigen FreundInnen von Annabelle, die ebenfalls Deutsche mit Schwarzen Wurzeln sind. Umgeben von schwarz weiß gewebtem Tape als Symbol von konservativen Strukturen in denen wir alle leben, sind die Fantasiekostüme der ProtagonistInnen ein Zeichen dafür, dass wir dennoch alles sein können.
Auf ihren Schulterblättern ließ sich Annabelle große Vogelflügel als Überlebens- und Freiheitssymbol tätowieren und wählt daher bestimmte Vögel als Begleiter ihrer ProtagonistInnen.
Ihre Tape-Arbeiten sind handgewebt in einer traditionellen Technik, die üblicherweise auf Webstühlen verwendet wird. Sie symbolisieren die Co-Existenz der unterschiedlichen Geschlechter, Ethnien und Ansichten innerhalb unserer Gesellschaft.
Die roten Wollfäden stehen im übertragenen Sinne für Regeln und Traditionen, an die wir gebunden sind. Der Wunschgedanke der Künstlerin, sich von solchen Strukturen lösen zu können, zeigt sich darin, dass die Fäden am Ende frei hängen.